Wem Gott will rechte Gunst erweisen,
Den schickt er in die weite Welt.
Dem will er seine Wunder weisen
In Feld und Wald und Strom und Feld.
– Joseph von Eichendorff
So lobte schon Eichendorf das Fernweh. Auch uns hat es wieder fest im Griff und wir haben beschlossen, für ein paar Monate die Wunder der weiten Welt zu erkunden! Startpunkt ist ein Flug nach Hongkong, den Rückweg werden wir von Singapur antreten. Dazwischen liegen hoffentlich Abenteuer, schöne Erlebnisse und viel Spaß, wahrscheinlich aber auch ein bisschen Anstrengung und ein paar ungemütliche Momente. Für den Anfang haben wir einen (hoffentlich) längeren Aufenthalt in China geplant, wo wir uns mit einer Mischung aus öffentlichen Verkehrsmitteln und Mietauto fortbewegen wollen und in Hotels schlafen. Danach soll es weitergehen nach Australien, hier ist eher Camping geplant. Am Ende kommt dann vielleicht noch etwas Südostasien – so ganz sicher ist das alles noch nicht.
In Berlin gibt es dafür einiges vorzubereiten. Wir vermieten unsere Wohnung unter, packen Sachen ein und wieder aus, überlegen, wie viele Bodys Wanda wohl braucht und wie sehr ein Kind in 6 Monaten wächst. Die Kinder werden gegen alles mögliche geimpft, dank Berliner Institut für Tropenmedizin (das seit neuestem Institut für Internationale Gesundheit heißt, weil es scheinbar nicht nur Deutschland und die Tropen gibt) geht das sehr unkompliziert. Einige Samstage fahren wir ins Virchow-Klinikum und lassen uns impfen – die Kinder kennen bald schon die wenigen Bücher dort und auch den Tukan, der sie in den sonst eher trostlosen Fluren auf einem Foto begrüßt. Während in Deutschland noch ein Haufen Papierkram auf das Abarbeiten wartet, wird die Menge an Punkten auf meiner Todo-Liste die mit einem “nur mit chinesischer Telefonnummer machbar” gekennzeichnet sind, immer länger. Egal ob Auto mieten, Taxi App herunterladen, Drohne registrieren oder Hotel buchen, für allen möglichen Kram braucht man eben eine chinesische Telefonnummer. Aber so steigt auch die Vorfreude auf unser Abenteuer immer weiter.
PS: Mein Opa, bekennender Freund tierischer Proteine, war übrigens Fan seiner eigenen Variante der obigen Verse:
Wem Gott will rechte Gunst erweisen
Den schickt er in die Wurstfabrik.
Den lässt er von der Wurst abbeißen
Und wünscht ihm einen guten Appetit.
– Karl Fischer









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